FC St. Pauli produziert eigene nachhaltige, soziale und antifaschistische Trikots

Der Hamburger Fußballverein FC St. Pauli hat eine erfolgreiche Aktion für seine erste eigene Trikotkollektion gestartet: Bis zum 31. Dezember können Fans Vereins die neuen Trikots selbst designen. Statt dem Name des Werbepartners Congstar prangt je nach Wunsch des Fans ein Slogan oder der eigene Name auf dem neuen St. Pauli Trikot.

Das Angebot wurde sehr gut angenommen, wie der Geschäftsleiter Vertrieb, Bernd von Geldern, der Hamburger Morgenpost sagte. Man erwarte bis Weihnachten rund 10 000 verkaufte Trikots. Besonders hoch im Kurs sei das personalisierte Trikot mit der Aufschrift “FCKNZS”.

Hintergrund der Trikotaktion ist, dass der Verein künftig seine Trikots selbst herstellen will. DIIY heißt das Unternehmen dazu. Die Trikots bestehen aus 100-prozentig recyceltem Polyester, denn man setze auf Nachhaltigkeit, so der Verein. Es handle sich dabei um “die erste selbst produzierte Unisex-Teamsportlinie, die in wirklich jedem Herstellungs-schritt ökologisch sinnvoll und sozial verantwortlich ist.”

Nachhaltig, sozial und antifaschistisch

Konkret bedeutet das, dass sich der FC St. Pauli für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen bei der Produktion der Trikots einsetzen will. So stehe man auch “kompromisslos gegen Kinderarbeit und Diskriminierung”.

Weiter heißt es: “Wir kennen unsere Lieferant*innen persönlich und sind regelmäßig selbst vor Ort – das ist die Voraussetzung für eine gute Partnerschaft auf Augenhöhe. Auch wissen wir genau, woher unsere Produkte und Materialien stammen, und behalten so unsere Lieferkette gründlich im Auge.”

Zudem knüpft man an dem politischen Engagement des Vereins an: So will man sich klar gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus sowie gegen Homophobie und die Diskriminierung aufgrund diverser geschlechtlicher Identität, Behinderung, Alter oder/und sozialer Herkunft positionieren. Daher wird Teamsport-Kollektion in Unisexgrößen angeboten.