Anarchistische Gruppen in der Türkei gründen Föderation

Gruppen in Ankara und Istanbul haben sich offiziell zu einer gemeinsamen anarchistischen Föderation zusammengeschlossen. Zusammen will man den Kampf gegen den Staat besser organisiert vorantreiben. 

„Jetzt sind wir mit einer Realität konfrontiert, die uns diese 12 Jahre beschert haben.“ Anarchistische Gruppen in der Türkei haben unabhängig voneinander, aber solidarisch miteinander, in den letzten Jahren agiert. Zukünftig will man gemeinsam in Form einer Revolutionären Anarchistischen Föderation zusammenarbeiten.

Die gemeinsame Gründungserklärung haben Anarşist Gençlik, Karala, Devrimci Anarşist Faaliyet DAF, Lise Anarşist Faaliyet LAF and Meydan Newspaper unterzeichnet. „Von heute an führen den Kampf mit der Revolutionären Anarchistischen Föderation fort, um eine freie Welt des Teilens und der Solidarität zu erschaffen.“

Auszug aus der Erklärung: 

Wir befinden uns in einem Kampf gegen den Staat. Staat bedeutet Ungerechtigkeit. Wir werden diese Ungerechtigkeit zerstören. Wir sind Armenier, Kurden, Laz… Wir sind die Mehrheit, nicht die Minderheit; wir sind die massakrierten Völker, die dem Staat gegenüberstehen. Wir sind Arbeiter, im Kampf gegen die Bosse. Und der Kampf eines jeden Arbeiters ist unser Kampf. Wir sind im Kampf gegen die männliche Vorherrschaft. Wir sind Frauen, gegen die Männlichkeit. Wir sind die Farben des Regenbogens gegen das Grau der Männerherrschaft. Wir sind die Harmonie des Baumes mit dem Bach, des Löwen mit der Gazelle. Wir sind der Kampf gegen den Kapitalismus, der das ökologische Leben hervorbringt. Wir sind die jungen Menschen, die sich gegen alle Gefangenschaft für ihre Freiheit wehren. Wir sind diejenigen, die mit der Kraft der Jugend kämpfen. Wir Revolutionäre Anarchisten sind diejenigen, die sich Straße für Straße, Viertel für Viertel solidarisieren, wir sind die Organisatoren des Anarchismus von sieben Jahren bis siebzig Jahren. Wir haben den Kampf organisiert, indem wir sie von Thema zu Thema getrennt haben, ohne die Ungerechtigkeiten in den Vordergrund zu stellen. Und unser Kampf geht weiter.