“Querdenker” Proteste verhindern, dass Karl Lauterbach als Impfarzt in Leverkusen arbeiten kann

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach wollte am Freitag als Impfarzt in einem Impfzentrum in Leverkusen beginnen. Angekündigte Proteste haben dies jedoch verhindert.

Karl Lauterbach
Wird seinen Dienst im Impfzentrum in Leverkusen nicht wie geplant antreten: Karl Lauterbach

Vor kurzem musste sich der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach als “sogenannter Experte” aus der Politik vom FC Bayern Trainer Hansi Flick beschimpfen lassen, nachdem er die Reise des Fußballvereins zur Klub-WM in Katar “nicht verantwortungsvoll” nannte. Dies nahm Lauterbach jedoch gelassen und hatte nun ein “spannendes und konstruktives Gespräch” mit Flick

Mehr Probleme gibt es jedoch in Leverkusen, wo er am Freitag seinen Beginn als Impfarzt aufnehmen wollte. Schon vorher wurden Proteste angekündigt, so dass die Polizei und Sicherheitsbehörden eine Gefährdung sahen. Somit bat die Stadt Leverkusen, dass Lauterbach verzichten möge, seinen Dienst anzutreten. Dieser stimmte “selbstverständlich” zu, da er “weder die grossartigen (sic!) KollegInnen noch den Betrieb des Zentrums gefährden will.”

Gleichzeitig merkte Lauterbach jedoch an, dass es schade sei, “wie stark der Einfluss radikaler Minderheiten auf unser Handeln jetzt wächst.” Es bleibe somit ein “Beigeschmack”. “De facto hat die Polizei in Leverkusen den Drohungen der Querdenker nachgegeben und mich ausgeladen. Das darf man nicht zu oft machen…”