Sea-Watch schickt Schutzmasken nach Moria

20 000 Flüchtlinge befinden sich derzeit in dem Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, obwohl es nur für 3 000 Menschen ausgelegt ist. In Angesicht der aktuellen COVID-19 Pandemie wäre eine Ausbruch der Krankheit in Moria eine „Katastrophe“, sagt die Organisation Sea-Watch.

Kann aktuell keine Menschenleben retten: Sea-Watch 3.
Chris Grodotzki/CC BY-SA 4.0

In Zusammenarbeit mit andern NGOs wurden letzte Woche die ersten Schutzmasken im Lager verteilt, die wenigestens etwas Schutz vor Ansteckungen bietet. Unter dem Hashtag #LeaveNoOneBehind fordern verschiedene Gruppen weiterhin die Flüchtlingslager zu evakuieren und die Flüchtlinge menschenwürdig in Europa aufzunehmen.

Die Coronakrise erschwert auch die Arbeit der Seenotrettung. Laut Sea-Watch versucht man aktuell das Rettungsschiff Sea-Watch 3 und das Suchflugzeug Moonbird schnell wieder in den Einsatz zu schicken. Auch europäische Behörden behindern nach wie vor die Missionen der privaten Seenotretter, berichtet SeaWatch. Italienische Behörden haben beispielsweise die Rettungsschiffe Aita Mari und Alan Kurdi festgesetzt.